Die Auswahl des geeigneten Gleichrichters erfolgt anhand der vorliegenden Anschlussspannung, des Bremsentyps sowie des erforderlichen Bremsmoments.
Anschlussspannung 230 VAC
Bei einer Anschlussspannung von 230 VAC können grundsätzlich folgende Gleichrichter eingesetzt werden:
Schnellschaltgleichrichter
Der Einsatz eines Schnellschaltgleichrichters ist insbesondere bei den Bremsentypen FDX und FDR erforderlich. Durch die integrierte Übererregung wird sichergestellt, dass die Bremse zuverlässig und vollständig lüftet.
Bei den Bremsentypen FDB und FDW ist ein Schnellschaltgleichrichter in der Regel nur bei höheren Bremsmomenten notwendig. Aufgrund der erhöhten Federkräfte wird die kurzzeitige Übererregung benötigt, um ein sicheres Lüften der Ankerscheibe zu gewährleisten.
Brückengleichrichter
Der Brückengleichrichter wird ausschließlich bei einer Anschlussspannung von 230 VAC eingesetzt. Durch seinen hohen Umrechnungsfaktor von etwa 0,9 erzeugt er aus 230 VAC eine Versorgungsspannung von ca. 205 VDC.
Einweggleichrichter
Der Einweggleichrichter kann bei Anschlussspannungen bis 600 VAC eingesetzt werden. Mit seinem Umrechnungsfaktor von etwa 0,45 erzeugt er die für die Bremse erforderliche Gleichspannung.
Da beim Einweggleichrichter keine Übererregung möglich ist, wird er üblicherweise bei Bremsen mit Nennbremsmoment oder geringeren Bremsmomenten verwendet. In diesen Anwendungen sind die Federkräfte vergleichsweise gering, sodass ein sicheres Lüften auch ohne zusätzliche Übererregung gewährleistet werden kann.
Kurz zusammengefasst
- FDX / FDR: grundsätzlich Schnellschaltgleichrichter erforderlich.
- FDB / FDW: Schnellschaltgleichrichter nur bei höheren Bremsmomenten erforderlich.
- Brückengleichrichter: nur für 230 VAC, erzeugt ca. 205 VDC.
- Einweggleichrichter: für Spannungen bis 600 VAC geeignet, jedoch ohne Übererregungsfunktion.
- Die Auswahl richtet sich stets nach Anschlussspannung, Bremsentyp und Bremsmoment.